# Bild verpixeln

> Beim Verpixeln wird jedes Quadrat aus Bildpunkten durch seinen Farbdurchschnitt ersetzt; Details verschwinden fürs Auge, das grobe Muster bleibt. Forschende ordneten 57 % der Gesichter richtig zu, die mit 16 × 16 Pixel großen Blöcken verpixelt waren, und frei verfügbare Werkzeuge rekonstruieren verpixelten Text. Ein Mosaik eignet sich daher für die Optik, für alles Geheime nehmen Sie den schwarzen Balken.

## Was beim Verpixeln tatsächlich passiert

In Deutschland kennt fast jeder verpixelte Bilder, spätestens seit 2010, als rund 244.000 Haushalte verlangten, ihre Häuser in Googles Street View unkenntlich zu machen. Technisch ist Verpixeln schlicht: Der ausgewählte Bereich wird in ein Raster aus Quadraten zerlegt, und jedes Quadrat bekommt den Durchschnitt der Farben, die es überdeckt. Große Quadrate schlucken mehr Details, kleine weniger. Heraus kommt der bekannte Mosaik-Look aus dem Fernsehen.

Genau dieser Durchschnitt ist die Schwachstelle. Jedes Quadrat trägt weiterhin echte Information über das, was darunter war: Helligkeit, Farbe, die Lage dunkler Striche. Stammt das Verborgene aus einer kleinen Menge von Möglichkeiten, etwa den Buchstaben einer bestimmten Schrift oder einigen Dutzend Gesichtern aus einer bekannten Gruppe, kann ein Programm jede Möglichkeit auf dieselbe Weise verpixeln und vergleichen, welche dieselben Quadrate ergibt. So arbeiten die öffentlich verfügbaren Werkzeuge, die Verpixelung rückgängig machen.

Diese Seite behandelt Verpixeln deshalb als das, was es ist: ein optischer Effekt. Er macht etwas unauffälliger. Unwiederbringlich macht er es nicht.

## Wofür ein Mosaik taugt

Verpixeln funktioniert gut, wenn niemand einen Grund hat, sich mit dem Zurückrechnen Mühe zu geben, oder wenn darunter nichts Geheimes liegt:

- ein unruhiger Hintergrund, der vom eigentlichen Motiv ablenkt;
- ein Markenlogo oder ein Spruch auf dem T-Shirt in einem privaten Beitrag;
- der bewusst gewählte „zensiert“-Look für ein Meme oder Vorschaubild;
- ein Passant am Rand eines Produktfotos, wenn Sie ihn einfach weniger sichtbar haben möchten.

Falsch ist es für alles, was jemand mit Absicht lesen oder erkennen möchte: Namen, E-Mail-Adressen, IBAN, Kunden- oder Kartennummern, Adressen, Passwörter, Gesichter von Menschen, die unerkannt bleiben müssen, Kindergesichter, Kfz-Kennzeichen. Dafür ist der voreingestellte **Schwarze Balken** da. Er färbt den Bereich deckend schwarz, und unter einem schwarzen Balken bleibt nichts vom Original übrig, das sich rekonstruieren ließe.

## So verpixeln Sie einen Bildausschnitt

1. Öffnen Sie ein Bild mit **Dateien auswählen** oder legen Sie es per Drag-and-drop ab. JPEG, PNG und WebP öffnen sich in jedem aktuellen Browser.
2. Ziehen Sie mit Maus oder Finger über den Bereich, der verschwinden soll. Zeichnen Sie so viele Kästen wie nötig; einen Kasten können Sie verschieben oder wieder entfernen.
3. Wählen Sie unter **Abdecken mit** die Option **Verpixelung**. Der Hinweis daneben erinnert daran, dass dieser Modus nur Optik ist und sich teils zurückrechnen lässt.
4. Prüfen Sie die Vorschau. Die Wahl unter **Abdecken mit** gilt für alle Kästen im Bild: Liegt ein Kasten über Text oder einer Nummer, schalten Sie zurück auf **Schwarzer Balken**.
5. Mit **Dieses Bild exportieren** entsteht die verpixelte Kopie. Laden Sie sie herunter oder geben Sie sie am Handy über **Teilen** weiter.

Soll das ganze Bild verpixelt werden, ziehen Sie einen Kasten von Ecke zu Ecke.

## Verpixelung, Unschärfe oder schwarzer Balken im Vergleich

| Modus | Was den Kasten füllt | Rückgängig zu machen? | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Schwarzer Balken (voreingestellt) | Deckendes Schwarz | Nein, die Pixel darunter sind ersetzt | Text, Nummern, Gesichter, die unbekannt bleiben müssen, QR-Codes |
| Verpixelung | Farbdurchschnitt je Quadrat | Teilweise, mit passenden Werkzeugen bei bekannter Schrift oder bekannter Personengruppe | Hintergründe, Logos, bewusster Effekt |
| Unschärfe | Weich verteilte Nachbarpixel | Teilweise, aus denselben Gründen | Dezentes Zurücknehmen, wenn nichts geheim ist |

Wenn Sie nicht sicher sind, in welche Zeile Ihr Bild gehört, gehört es in die erste.

## Was in der exportierten Datei steckt

Beim Export werden Ihr Bild und die Kästen in ein ganz neues Bild gezeichnet und frisch kodiert. Weil die Datei neu entsteht und nicht nachträglich bearbeitet wird:

- enthält der abgedeckte Bereich nur das Mosaik (oder das Schwarz), nicht die ursprünglichen Pixel;
- bleiben EXIF-Block, GPS-Koordinaten, XMP- und IPTC-Felder, Herstellerdaten, eingebettete Vorschaubilder und Content Credentials zurück, denn nichts davon wird in die neue Datei kopiert;
- bleibt ein JPEG ein JPEG, ein PNG ein PNG und ein WebP ein WebP; ein HEIC-Foto, das Sie in Safari geöffnet haben, wird als JPEG gespeichert;
- behält das Bild seine volle Auflösung. Der Editor zeigt eine verkleinerte Vorschau (keine Seite länger als etwa 2048 Pixel), damit er flüssig bleibt, und überträgt Ihre Kästen beim Export auf das Original.

Schafft Ihr Browser eine Datei dieser Größe nicht, was bei sehr großen Fotos auf Handys vorkommt, versucht der Export es erneut, dann mit höchstens 4096 Pixeln an der längsten Seite, und sagt Ihnen Bescheid.

Ihnen geht es nur um den Standort, ohne Kästen? Das ist eine andere Aufgabe: [Standort aus Foto entfernen](/de/standort-aus-foto-entfernen/) lässt jedes Pixel unverändert und entfernt nur die unsichtbaren Angaben.

## Formate, Geräte und Grenzen

- **Öffnet**: JPEG, PNG und WebP in jedem aktuellen großen Browser, am Computer wie am Handy.
- **HEIC vom iPhone**: nur Browser, die HEIC selbst anzeigen können (Safari), öffnen es hier. In anderen Browsern bittet die Seite Sie, das Foto zuerst in JPG umzuwandeln.
- **Mehrere Bilder**: Sie können mehrere auswählen; jedes wird einzeln bearbeitet und exportiert.
- **Animierte GIFs und Videos**: nicht unterstützt, nur Standbilder.
- **Blockgröße**: wird automatisch gesetzt, mit etwa 12 Blöcken über die kürzere Seite jedes Kastens und nie kleiner als 4 Pixel. So wirken kleine wie große Kästen deutlich verborgen. Wirklich unlesbar macht keine Blockgröße etwas, das gelingt nur der deckenden Fläche.

## Das Bild bleibt in diesem Tab

Ein Bild hier zu öffnen, schickt es nirgendwohin. Die Seite liest die Datei über die Datei-Schnittstelle Ihres Browsers, zeichnet sie im Tab auf eine Arbeitsfläche und baut die exportierte Kopie im Arbeitsspeicher. Der Download-Link zeigt auf diese Kopie (eine Adresse, die mit `blob:` beginnt) und nicht auf einen Server. Schließen Sie den Tab, ist die Kopie weg. Die Website besteht nur aus statischen Dateien; es gibt keine Upload-Adresse, an die ein Bild gehen könnte.

## Unter der Haube

Der Editor arbeitet zügig mit der verkleinerten Vorschau und speichert jeden Kasten in den Koordinaten des Originalbildes. Beim Export zeichnet er das Bild in voller Größe, füllt jeden Kasten mit der gewählten Abdeckung und kodiert das Ergebnis als neue Datei, wo der Browser es erlaubt in einem Hintergrundprozess. Dass dabei kein Bild Ihr Gerät verlässt, sehen Sie im Netzwerk-Panel der Entwicklerwerkzeuge Ihres Browsers; die [Anleitung zum Selbstprüfen](/de/methodik/) führt Schritt für Schritt durch Chrome, Firefox und Safari.

## Häufige Fragen

### Kann jemand mein Bild entpixeln?

Manchmal. Eine Studie von 2016 trainierte ein neuronales Netz, das bei 57 % der mit 16 × 16 Pixel großen Blöcken verpixelten Gesichter die richtige von 530 Personen nannte; blindes Raten käme auf 0,19 %. Für Text rekonstruieren die Projekte Depix und Unredacter verpixelte Wörter, wenn sich Schrift und Raster erraten lassen. Für alles Heikle nehmen Sie den schwarzen Balken.

### Sind größere Blöcke sicherer?

Größere Blöcke entfernen mehr Details und helfen gegen flüchtige Blicke. An der grundsätzlichen Schwäche ändern sie nichts: Jeder Block enthält weiterhin einen Durchschnitt der echten Pixel. Eine deckende Fläche enthält keinen, deshalb ist sie voreingestellt.

### Steht in dem exportierten Bild noch mein Standort?

Nein. Der Export erzeugt ein neues Bild und kopiert weder EXIF noch GPS, XMP, IPTC oder Content Credentials hinein. Wenn nur der Standort weg soll und kein Pixel sich ändern darf, nehmen Sie stattdessen die Standort-Seite.

### Warum zeigt der Editor eine kleinere Version meines Fotos?

Riesige Fotos machen Browser langsam, gerade auf dem Handy. Die Vorschau ist auf etwa 2048 Pixel an der längsten Seite verkleinert, Ihre Kästen werden beim Export aber hochgerechnet und auf das Bild in voller Größe angewendet.

### Kann ich auf dem iPhone verpixeln?

Ja, in Safari oder jedem anderen Browser auf dem Handy. Safari öffnet auch HEIC-Fotos direkt. Nach dem Export schicken Sie die neue Kopie über **Teilen** an „Fotos“ oder eine andere App.

### Was passiert, wenn der Export bei einem sehr großen Bild scheitert?

Das Werkzeug versucht es ein zweites Mal mit 4096 Pixeln an der längeren Seite und zeigt einen Hinweis, dass die Kopie kleiner ausgefallen ist. Die Abdeckung wird dabei genauso angewendet.

## Quellen

Geprüft am 11.10.2026.

- [McPherson, Shokri, Shmatikov, 2016 (arXiv 1609.00408)](https://arxiv.org/abs/1609.00408) (englisch): Gesichtserkennung trotz Mosaik, 57 % bei 16 × 16 Pixel großen Blöcken.
- [Depix, Proof of Concept](https://codeberg.org/spipm/Depixelization_poc/) (englisch): Text aus verpixelten Screenshots zurückgewinnen.
- [Bishop Fox: Never, Ever, Ever Use Pixelation for Redacting Text (2022)](https://bishopfox.com/blog/unredacter-tool-never-pixelation) (englisch): das Werkzeug Unredacter.
- [teltarif / dpa, 21.10.2010: Google Street View, 2,89 Prozent widersprechen](https://www.teltarif.de/google-street-view-widerspruch/news/40439.html): gut 244.000 Haushalte.

Last updated: 2026-10-17
